Die Staatsbürgersteuer, 1974 vom Karl-Bräuer-Institut in Heft 26 veröffentlicht, ist vergriffen, kann auch im Original als PDF-Datei (6,9 MB) gelesen werden. Die hier erreichbare HTML - Darstellung entspricht bis auf redaktionelle Änderungen der Urfassung. Dieses Konzept ist von Wissenschaft und Politik mehrfach besprochen, kritisiert und mit Pseudoargumenten verworfen worden. Auch wenn Wissenschaftler, Steuerberater und Politiker immer das Gegenteil beteuern: die Einfachheit und Transparenz der Staatsbürgersreuer ist für sie höchst gefährlich. Sie leben davon, dass Dinge kompliziert und für Laien wenig verständlich sind.

Natürlich musste sich der Reformvorschlag mit dem 1973 gültigen Steuersystem auseinander setzen. Immer, wenn im Text von heute die Rede ist, sind die Verhältnisse von 1973 gemeint. Inzwischen hat sich vieles verändert. Der Einkommensteuertarif hat heute einen niedrigeren Spitzensteuersatz. Es gibt den Solidaritätsbeitrag. Die Körperschaftsteuer wurde inzwischen mehrfach geändert und wird teilweise unter anderem Namen und anderen Steuersätzen, aber nach wie vor als definitive Quellensteuer erhoben. Die Vermögensteuer ist ausgesetzt, kann aber wieder aktiviert werden (z.B. Parteitagsbeschluss der SPD vom 14.11.2009). Auch die Subventionslandschaft hat sich mit Hartz IV vollig verändert.

1973 wurde in DM gerechnet. In den meisten Beispielen spielen die Geldeinheiten, in denen ein bestimmter Gedanke oder Zusammenhang dargestellt ist, keine Rolle. Statt DM kann da z.B. auch € oder $ stehen. Nur beim Bürgergeld und beim Steueraufkommen sind DM-Beträge von Bedeutung. Für die Verhältnisse von heute kann man dort - wegen Inflation und Wirtschaftswachstum - ungefähr 1 DM (1970) = 2,5 € (2010) umrechnen.

Eine Weiterentwicklung der Staatsbürgersteuer habe ich in der Neufassung und der Folien-Präsentation versucht. Auf dem Weg dahin sind das Bürgergeld 2010, die Beiträge und Ideen zur Aktualisierung und die Diagramme und Tabellen ernstanden. Anregungen und Kommentare zur Neufassung werden in Kontakt gerne entgegen genommen.

Bernd Starkloff