3.5 Besteuerungstechnik

Die Staatsbürgersteuer eröffnet die Möglichkeit, große Teile der Steuererfassung und -berechnung über persönliche Steuerkonten (PS-Konten) bei berechtigten Organisationen vollautomatisch zu erstellen,
  1. Prinzip der Vorabsteuer

  2. Persönliche Steuerkonten = PS-Konten

  3. Berechtigte Organisationen = BO

  4. Ex- und Import von Vermögen

  5. Pauschalierung der Einkunftskosten

  6. Besteuerung Selbstständiger, Landwirte, Immobilieneigner, Gewerbler

  7. Eine Steuererklärung

  8. Ein Wohnungskauf

nach oben Prinzip der Vorabsteuer

Besteuerung funktioniert immer dann gut, wenn Steuern an der Quelle statt am eigentlichen Steuersubjekt erhoben werden. Heute geschieht dies bei der Lohnsteuer, die als Vorabsteuer des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber zu zahlen ist. Auch die Abgeltungssteuer befolgt dieses Prinzip, nur dass hier die Steuer wegen des pauschalen Steuersatzes und der Berücksichtigung von Sparerfreibeträgen und Nicht-Veranlagungsbescheinigungen auch für die Quelle nicht gerade einfach ist. Die Mehrwertsteuer ist für die Verbraucher eine Definitivsteuer. Für die Unternehmen ist sie durch unterschiedliche Steuersätze, Vorsteuerabzug. Wahlmöglichkeiten und Sondervorschriften, z.B. Befreiungen bei Ein- und Ausfuhr gelegentlich eine recht komplizierte Materie.

Wenn die Steuer an der Quelle erhoben wird, hat der Fiskus einen doppelten Vorteil: er hat zwei Steuerschuldner und zwei Informanten. Da die Quelle, z.B. der Arbeitgeber weiß, dass er bei fehlerhafter Steuerermittlung keinen Vorteil erlangt, weil der zweite Steuerschuldner - hier der Arbeitnehmer - dafür gerade stehen muss, der ihn dann dafür in Regress nehmen wird, besteht für ihn nur geringer Anreiz, durch fehlerhafte Angaben Steuern sparen zu wollen. Er riskiert vor allem seinen guten Ruf und handelt sich massive Kontrollen seiner Lohnabrechnungen durch das Finanzamt ein. Nur wenn sich beide - hier Arbeitgeber und Arbeitnehmer - einig sind und sich nicht "verplappern" z.B. wenn Schwarzarbeiter beschäftigt werden, kann die Steuer hinterzogen werden. Für den Arbeitgeber sind Löhne der Arbeitnehmers Kosten. Bei Schwarzarbeit darf er diese Löhne nicht als Kosten in der Gewinn- und Verlustrechnung angeben. Er bezahlt dann höhere Gewinnsteuern. Schwarzarbeiter wird er also nur dann beschäftigen, wenn er mit regulären Arbeitern keinen Gewinn macht, ihm also selbst das Wasser bis an den Hals steht.

In der Staatsbürgersteuer wird die bewährten Methode der Vorabbesteuerung des Arbeitseinkommens durch den Arbeitgeber beibehalten. Die Berechnung der Lohnsteuer wird sogar massiv vereinfacht, weil keine Steuerklassen, Steuerfreibeträge, Steuerbefreiungen etwa für Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit (§ 3b EStG) zu berücksichtigen sind. Auch die Arbeitgeberbeiträge fallen weg. Gegebenenfalls kann der Arbeitgeber vom Lohn neben der Abführung der Lohnsteuer im Auftrag des Arbeitnehmers gewisse Daueraufträge übernehmen, z.B. Überweisungen an Krankenversicherungen, Kreditrückzahlungen usw. Wenn der Fiskus und der Arbeitnehmer und seine Familie damit einverstanden sind, kann der Arbeitgeber auch die Auszahlung des Bürgergelds übernehmen und mit der Lohnsteuer verrechnen, so dass er nicht allzu große Liquiditätsprobleme bekommt.

Mit der Teilhabersteuer ist eine weitere Kategorie für eine Vorabsteuer etabliert. Ähnlich wie bei der Körperschafts- oder Abgeltungssteuer werden hier Kapitaleinkünfte an der Quelle besteuert, aber als Steuergutschein an den Staatsbürger weitergereicht. Dabei wird der volle Steuersatz (m'≥40 %) erhoben und es entstehen dem Steuerzahler Nachteile, wenn er versucht, diese Einnahmequellen dem Finanzamt zu verschweigen. Wenn auch Zinsen (vgl. Fremdkapitalbesteurung) an der Quelle besteuert werden, werden Kapitalerträge vollständig erfasst. Da keine Sparerfreibeträge oder Nicht-Veranlagungsbescheinigungen zu berücksichtigen sind, ist diese Vorabbesteuerung sehr einfach, verständlich und unkompliziert. Durch diese vollständige Erfassung aller Kapitalerträge zum vollen Steuersatz dürfte der Steuerertrag aus Kapitalvermögen massiv ansteigen.

Es liegt nahe, auch andere Einnahmearten an der Quelle zu besteuern. So kann bei Verkauf von Wertpapieren, Grundstücken oder anderen privilegierten Vermögensgegenständen die Besteuerung ebenfalls an der Quelle erfolgen, wenn diese Aktion dem Fiskus gemeldet wird, z.B. durch einen Vermögensverwalter, Notar oder einem kaufenden / beschenkten Staatsbürger, der diesen Vermögensgegenstand als Ersparnis bei seiner eigenen Steuer geltend machen möchte. Da dem Steuerpflichtigen in der Regel dadurch kein Nachteil entsteht, wenn er den Verkaufserlös als Ersparnis weiterverwendet und er dadurch die Steuer wieder einspart, ist dies für ihn kein Problem, sondern ein Beitrag zur Steuerehrlichkeit, gegen die er sich kaum wehren wird.

Die Staatsbürgersteuer wird so weit wie möglich als Vorabsteuer an den Quellen erhoben.

nach oben Persönliche Steuerkonten = PS-Konten

Ein einfacher Standardfall: Ein Arbeitnehmer (ArbN)
  • bezieht Arbeitsentgelt (L) vom Arbeitgeber (ArbG),
  • zahlt Beiträge (B) an die Versicherungen (Vers),
  • bildet Ersparnisse (E) bei einer Bank,
  • erhält dafür Zinsen (Z) und Dividenden (D),
  • zahlt Einkommensteuern (S) an das Finanzamt (FinA)
  • und bekommt von diesem im Zuge des Jahreslohnsteuerausgleichs Erstattungen (J).
Die Zeiten, in denen der ArbN selbst zu den Anderen hin lief um dort Bargeld abzuholen oder hin zu tragen, sind schon lange vorbei.
Bargeldzahlung
Heute hat der Arbeitnehmer bei seinem ArbG ein Lohn- und Gehaltskonto (L+GK). Dort wird
  • das Gehalt (L) eingezahlt,
  • die Lohnsteuer LS abgeführt,
  • Versicherungsbeiträge (B) bezahlt;
  • der Rest, = Nettolohn (l) geht an das GiroK.
Außerdem hat er bei seiner Bank ein Girokonto (GiroK) und ein Depotkonto (DepK). Vom Depotkonto überweist die Bank:
  • die Abgeltungssteuer (AS) direkt an das FinA,
  • die Netto Zinsen (z) und
  • Nettodividenden (d) an das GiroK.
Vom GiroK bezahlt der ArbN seine Konsumausgaben (C).
Girokonten
Schon heute wäre die Einrichtung persönlicher Steuerkonten (= PS-Konten) von Vorteil. Beim Finanzamt gibt es diese bereits. Steuern werden per Lastschrift eingezogen und Rückzahlungen (z.B. dem Jahreslohnsteuerausgleich) auf die Girokonten der Staatsbürger veranlasst. Es ist ein vernünftiger Vorschlag, auch bei anderen Institutionen, mit denen der Steuerpflichtige Geld- und Vermögensgeschäfte abwickelt, - soweit wie jeweils möglich - ebenfalls persönliche Steuerkonten einzurichten, über die möglichst viele Vorgänge, die für die Steuererklärung relevant sind, abgewickelt werden. Beim Arbeitgeber ist dies bereits mit dem Lohn- und Gehaltskonto eingerichtet.
In der Staatsbürgersteuer führt das Finanzamt für jeden Haushalt, der der Staatsbürgersteuer unterliegt, ein PS-Konto (PSK-F). Es fungiert als Master-PS Konto und kennt alle PS-Konten der Haushaltsmitglieder. Selbst wenn der Haushalt kein Einkommen hat, benötigt er ein Girokonto, auf das das Bürgergeld vom Finanzamt überwiesen wird, (PSK-B).

Bei steuerrelevanten Vorgängen (z.B. Zinszahlungen, Verkauf und Kauf von privilegiertem Vermögen, Gehaltsauszahlungen, Versicherungsbeiträgen und -leistungen) werden Vorabsteuern auf dem jeweiligen PS-Konto für das Finanzamt "vor-notiert" bzw. bei Bedarf von der Konto-führenden Stelle bis zur endgültigen Steuererklärung dort eingezahlt und gesperrt. Der Staatsbürger hat auf dieses Konto keinen Zugriff. Die Konto-führende Stelle ist dafür verantwortlich, dass diese Informationen vollständig und richtig sind. Sie haftet für Fehler und bürgt für Steuerzahlungen, die aus ihrem Verantwortungsbereich an das Finanzamt abzuführen sind.

Das Master-PS-Konto (PSK-F) fungiert als Clearing-Stelle zwischen den PS-Konten, gibt gesperrte Beträge frei, z.B. wenn bei der Teilhabersteuer Steuergutschriften eingereicht oder zuvor besteuerte Beträge für Ersparnisse verwendet werden.

Girokonten
Vor der Steuererklärung wird das Master-PS-Konto (vollautomatisch) aktiv und sammelt alle Informationen der anderen PS-Konten ein, um (ebenfalls vollautomatisch) eine vorläufige Steuererklärung zu erstellen, die es dem Steuerpflichtigen zur Verfügung stellt. Dieser hat die Gelegenheit, sie innerhalb einer Frist zu überprüfen und ggf. zu ergänzen. Ist die Frist verstrichen, ohne dass der Steuerpflichtige aktiv wurde, wird die vorläufige Steuererklärung endgültig. Auf Basis dieser dann endgültigen Steuererklärung werden die Steuern den jeweiligen PS-Konten belastet. Man kann auch dieses Prinzip der vorläufigen vollautomatischen Steuerberechnung verwenden, um die Steuern (ähnlich wie bei der Lohnsteuer) z.B. monatlich als Abschlagszahlung abzurechnen.

Die Datentransfers sind zu schützen. Eigentlich ist dies nichts Besonderes, denn auch die Geldflüsse zwischen den Konten der Banken funktionieren heute schon sicher und kaum manipulierbar. In Zukunft sind hier weitere Fortschritte zu erwarten.

PS-Konten erlauben automatisierte Steuererklärungen und sichern zuverlässig Steuerzahlungen.
Ob dies so bleibt, wenn Transaktionssteuern den Zahlungsverkehr verteuern?

nach oben Berechtigte Organisationen = BO

Die Chance, zunächst steuerfrei privilegiertes Vermögen bilden zu dürfen, macht den Fiskus mit 40 % zum stillen Teilhaber an jedem privilegierten Vermögen. Daraus leitet sich für den Fiskus das Recht ab, jederzeit über den Vermögensstatus informiert zu werden, insbesondere über seinen Verkauf, seine Nutzung und seinen Verbleib. Daher sind Organisationen, die diese Vermögen verwalten, zu diesen Auskünften verpflichtet. Es liegt nahe, nicht jeder Person oder Organisation zu erlauben, privilegiertes Vermögen verwalten zu dürfen, sondern nur bestimmten Personen und Organisationen, die die technischen Möglichkeiten, diese Auskünfte zu erhalten und zu erteilen, und die das Vertrauen des Fiskus haben, dass diese Auskünfte verlässlich sind. Diese Organisationen erhalten den Gütestempel: Berechtigte Organisation, BO - nur sie dürfen privilegiertes Vermögen verwalten.

Dadurch, dass nur berechtigte Organisationen Vermögen verwalten dürfen, ergibt sich eine Einschränkung bei der Zuerkennung der Eigenschaft privilegiert bei einem Vermögensgegenstand. Andere Vermögensgegenstände sind Gebrauchsvermögen. Für die Übermittlung dieser Informationen sollen berechtigte Organisationen PS-Konten einrichten. Ausnahmen davon sind dort möglich, wo Veränderungen des Vermögensstatus nur selten vorkommen, z.B. bei Grundbuchämtern. Diese müssen dann lediglich das Finanzamt direkt über steuerrelevante Vorgange informieren. Umgekehrt dürfen nur BO ein PS-Konto führen.

Jede Person oder Organisation kann beim Fiskus den Gütestempel: Berechtigte Organisation beantragen. Sie müssen bestimmte Auflagen erfüllen (z.B. Eigenkapital, Eigengeschäfte) und sich regelmäßigen Überprüfungen dieser Auflagen unterwerfen. Berechtigte Organisationen müssen damit rechnen, den Gütestempel wieder zu verlieren, wenn sie z.B. ihre Informationspflichten nicht erfüllen oder zu hohe Risiken eingehen. Dies zieht die Folge nach sich, dass die privilegierten Vermögen aller Staatsbürger, die dort verwaltet werden, die Eigenschaft privilegiert zu sein, verlieren. Damit werden die entsprechenden Abschlusssteuern fällig oder die Staatsbürger, denen diese Vermögen gehören, ziehen diese Vermögen ab und beauftragen eine andere BO mit der Vermögensverwaltung. Für die bis dahin privilegierte Organisation ist dies ein Imageschaden. Darüber hinaus bürgt die BO, die diesen Status verliert, für die Zahlung all dieser Abschlusssteuern und muss sie notfalls bezahlen. Diese Risiken erschweren es einer Organisation, den Gütestempel berechtigte Organisation erwerben zu wollen. Genau deshalb ist es aber andererseits für den Fiskus leichter, diese Berechtigung zu erteilen.

Arbeitgeber, die eine Lohn- und Gehaltsabrechnung betreiben und die Lohnsteuer an das Finanzamt überweisen, sind berechtigte Organisationen, es sei denn, ihnen wird dieser Gütestempel vom Finanzamt entzogen. In diesem Fall müssen sie die Steuern für die Arbeitsentgelte direkt an das Finanzamt abführen, wenn sie die Löhne in ihren Bilanzen bzw. ihrer Gewinn- und Verlustrechnung als Kosten anerkannt bekommen wollen. Dies gilt z.B. auch für private Haushalte, die Dienst- oder Pflegepersonal beschäftigen. Sie können deren Entgelte nur dann - zu bestimmten Anteilen - von der Steuer absetzen, wenn sie die Steuern für diese Arbeitsentgelte direkt an das Finanzamt abführen.

Das Bürgergeld der Mitglieder des steuerpflichtigen Haushalts wird bei der berechtigten Organisation abgerechnet, die dieses Haushaltsmitglied dafür vorsieht. Dies wird häufig das Lohn-und Gehaltskonto beim Arbeitgeber sein. Das Finanzamt darf auch andere Wege für den Transfer des Bürgergeldes wählen, wenn es dafür gewichtige Gründe hat. Ein Grund könnte z,B, sein, dass das Bürgergeld nicht gepfändet werden darf, was z.B. bei einer Verrechnung von Lohnpfändungen leicht übersehen werden kann. Es darf das Bürgergeld auch teilen, z.B. so, dass der Arbeitgeber nur Bürgergeld bis zur Höhe der Lohnsteuer direkt verrechnen darf, während der Rest den Bürgergeldberechtigten auf anderem Wege überwiesen wird.

Eine Beschränkung des Gütestempels berechtigte Organisation auf inländische Organisationen ist nicht erforderlich; auch ausländische Organisationen dürfen diesen Gütestempel beantragen.

Berechtigte Organisationen sichern die Kontrolle des privilegierten Vermögens.

nach oben Ex- und Import von Vermögen

Auch viele ausländische Organisationen werden den Gütestempel berechtigte Organisation beantragen und sehr wahrscheinlich auch erhalten. Da der Handel von privilegierten Vermögen zwischen allen berechtigten Organisationen keinen steuerlichen Effekt hat, weil das, was der Verkäufer als Verkaufserlös eigentlich versteuern müsste, normalerweise wieder als Ersparnis - ggf. bei einer anderen berechtigten Organisation - steuerfrei bleibt, ergeben sich keine Probleme bei grenzüberschreitendem Vermögenstransfer. Nur wenn der Vermögensgegenstand an eine nicht berechtigte Organisation oder eine andere Person ohne marktgerechtes Entgelt - z.B. als Schenkung - transferiert wird, ist die Abschlusssteuer fällig.

Der Verdacht auf Export oder Schenkung eines Vermögensexports liegt immer dann vor, wenn ein privilegierter Vermögensgegenstand aus dem Eigentum des Staatsbürgers verschwindet. Die BO, die diesen Vermögensgegenstand verwaltet (hat), bürgt für die darauf entfallende Abschlusssteuer. Durch Clearing aller PS-Konten des Staatsbürgers lässt sich feststellen, ob dieser Vermögensgegenstand lediglich zu einer anderen BO transferiert wurde, oder ob er (zu Marktpreisen) verkauft wurde und das Geldvermögen des Staatsbürgers entsprechend vermehrt hat. Dann entsteht keine Abschlusssteuer, für die zu bürgen wäre. Der Transfer dieses Vermögensgegenstandes an eine nicht berechtigte Organisation - egal ob sie ihren Sitz im Inland oder Ausland hat, ist ein Vermögensexport, wenn der Gegenstand weiterhin Eigentum des Staatsbürgers bleibt, andernfalls eine Schenkung. Für die Besteuerung spielt diese Unterscheidung aber keine Rolle: die Abschlusssteuer fällt an.

Der umgekehrte Vorgang ist das Auftauchen eines privilegierbaren Vermögensgegenstandes ohne Nachweis entsprechender Bezahlung, Das wäre also eine Schenkung (oder Erbschaft) oder ein Vermögensimport. Schenkungen oder Erbschaften sind Einkommen und gleichzeitig Ersparnis, wenn sie als privilegiertes Vermögen in den Verwaltungsbereich einer BO transferiert werden: hier entstehen keine Steuereffekte, es sei denn, sie können nicht als privilegierte Vermögensgegenstände gespart werden, weil sie Gebrauchsvermögen sind. Dann wird dieses Gebrauchsvermögen entsprechend besteuert, wobei die Freibeträge bei Vererbung oder Schenkung von Gebrauchsvermögen wahrgenommen werden können.

Die Grenze für Vermögensexporte oder -importe ist in der Regel die Grenze
zwischen berechtigten-Organisationen und nicht-berechtigten-Organisationen.

nach oben Pauschalierung der Einkunftskosten

Heute ist es ein beliebtes Spiel insbesondere für Bezieher hoher Einkommen, soviel wie möglich von der Einkommenssteuer (und bei Mehrwertsteuerpflichtigen von der Mehrwertsteuer) abzusetzen. Der Anreiz dazu steigt in der Staatsbürgersteuer erheblich, weil der Marginalsteuersatz für alle Staatsbürger 40% beträgt. Also ist es heute notwendig, geltend gemachte Einkunftskosten genau zu kontrollieren, ob sie wirklich unbedingt notwendig sind, um die Einkünfte zu erzielen. Auf zwei Grenzziehungen ist dabei besonders zu achten: In der Staatsbürgersteuer gibt es diesen Zinsvorteil nicht. Also können im Prinzip alle Anschaffungskosten sofort abgesetzt werden, vorausgesetzt, es ist genügend Vermögen vorhanden, aus dem die Anschaffung bezahlt werden kann. Muss ein Kredit aufgenommen werden, betrifft dies ebenfalls nur die Vermögensseite, beeinflusst also die Konsumbesteuerung nicht.

Der Bruttotarif und der bereinigte Tarif

  1. Der Bruttotarif der Staatsbürgersteuer (ohne die eingearbeitete Pauschalen) sei S = m°*X – B°;
  2. Abzüge von der Bemessungsgrundlage sind meistens feste Beträge (Freibeträge, Sonderausgaben, Kostenpauschalen usw.). Es kann auch Abzüge geben, die proportional zum Einkommen sind, z.B. die Beiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen.
    • Dann ist die Summe der Abzüge = p*X + P.
    Dabei ist P die Summe der festen Abzugsbeträge und p*X die Summe der proportionalen Abzüge.
  3. Der Staatsbürgersteuertarif nach Einarbeitung dieser Pauschale soll für jedes X den gleichen Steuerertrag bringen, wie die Steuer nach expliziter Berücksichtigung der Abzüge. Dieser ist
    • S = m°*( X –(p*X + P)) - B°. Auflösen der Klammern ergibt.
    • S = m°*(1-p)*X – m°*P - B°. Definiert man jetzt
    • m = m°*(1-p) und B=B°+m°*P, so ergibt sich
    • S=m*X – B als bereinigter linearer Steuertarif.
Dabei sind p, P, B°, m° feste Zahlenwerte also auch m und B, bzw. da B mit dem Volkseinkommen pro Kopf steigen soll, steigt auch B° , wenn P konstant bleibt.

Der bereinigte Tarif gilt generell, wenn die Abzüge ebenfalls generell gelten, also insbesondere unabhängig von der Einkunftsart oder -höhe oder von dem Vorliegen bestimmter Bedingungen. Ist p = 0, so ist m = m°, der Marginalsteuersatz von bereinigtem und Bruttotarif sind dann identisch. Werden Freibeträge oder andere Pauschalen an bestimmte Bedingungen geknüpft, (=P'), wird das Bürgergeld zum Sonder-Bürgergeld (B' = B° + m * P'). Bei der Pauschalierung der Haushaltsbesorgung ist dies - mit umgekehrten Vorzeichen - der Fall: statt 950 €/Monat ergibt das Kriterium Erwerbsfähig aber nicht erwerbstätig ein Bürgergeld von 770 €/Monat.

Beispiel 1: für den Bruttotarif sei m° = 42 % und B° = 782 €/Monat = 9384 €/Jahr. Mit p = 1/21 ≈ 4,76 % und P = 400 €/Monat = 4800 €/Jahr ergibt sich als bereinigter Tarif: m = 40 % und B = 950 €/Monat, also der Tarif, der bisher immer zugrunde gelegt worden ist. Werden Einkunftskosten angesetzt, dann gilt jetzt Tarif 1 mit m°= 42 %. und B°= 803 €/Monat.

(Im Anfangsbeispiel entfällt dann die Zeile Eink.-Kosten und die Werte für Bert und Conny sind entsprechend zu korrigieren. Man kann natürlich auch Eink.-Kosten z.B. durch Lebensvers. ersetzen, dann sind die je 100 € von Bert und Conny Beiträge zur Zusatz-Lebensversicherung und es ändert sich nichts an den Zahlen.)

Ergebnis dieser Pauschalierung sind zwei gleichberechtigte Tarife: der Bruttotarif und der bereinigte Tarif. Der bereinigte Tarif macht die Steuererklärung einfacher, weil die Einkunftskosten nicht mehr belegt und überprüft werden müssen und der Marginalsteuersatz niedriger ist. Allen mit dem bereinigten Tarif Besteuerten wird unterstellt, sie hätten Kosten in Höhe der Pauschale. Es ergeben sich Vorteile für die, deren tatsächliche Kosten niedriger sind als die Pauschale. Hat jemand höhere Kosten als die Pauschale, so ist für ihn die Anwendung des bereinigten Tarifs ein Nachteil.

Beispiel 2: Ein anderes Beispiel wäre die Wahl von p = 1/9, P = 600 €/Monat =7 200 €/Jahr . Dies ergibt m° = 45% , und B°= 680 €/Monat = 8160 €/Jahr. Ein Selbstständiger mit einem Konsum vor Steuer von 9 000 €/Monat müsste dann Einkunftskosten von > 9000/9 €/Monat €/Monat. + 600 €/Monat = 1600 €/Monat bzw. 19 200 €/Jahr haben, um Einkunftskosten statt der Pauschale geltend zu machen. Der bereinigte Tarif ist dann wieder m=40% und B = 950 €/Monat. Im Tarif 2 ist also die Pauschale erheblich höher. Werden Einkunftskosten geltend gemacht, wird der Bruttotarif mit dem höheren Marginalsatz m° = 45% angewendet und zwar auf alle Einkünfte z.B. auch auf Entnahmen oder Vermögensverkäufe. Dies könnte manchen, der Einkunftskosten geltend machen könnte, die höher sind als die Pauschale, veranlassen, darauf zu verzichten,.

Mit m° = 45% ist der vorgeschlagene Steuersatz der Teilhabersteuer m' = 45% erreicht. Darüber hinaus zu gehen, ist nicht sinnvoll. Auch ist es nicht sinnvoll, B° kleiner als Null werden zu lassen.

Wahlrecht
Jeder kann sich überlegen, ob er Einkunftskosten geltend macht und dann mit dem Bruttotarif besteuert wird oder aber darauf verzichtet, so dass auf ihn der bereinigten Steuersatz angewendet wird.

Anton, Balduin, Chris und Dominik sind selbstständige Handelsvertreter mit Provisionseinnahmen von 42000 €/Jahr bzw. 3500 €/Monat. Die Einkunftskosten (u.a. Betriebskosten, Instandhaltung, Reparaturen, für den auch beruflich genutzten PKW) sind dagegen unterschiedlich. Bei Anton fielen dieses Jahr mit 1200 € nur geringe Kosten an, bei Balduin waren es 3000 €, soviel wie der Langjährige Durchschnitt. Chris hatte größere Reparaturen und Kosten in Höhe von 7000 € zu stemmen. Am härtesten traf es Dominik, der einen Unfall mit dem PKW hatte, der ihn insgesamt 14000 € kostete.


Alle Beträge in €/Jahr StaatsbürgerAnton Balduin Chris Dominik
Ausgangssituation (2016)Mieteinnahmen 42000 42000 42000 42000
Einkunftskosten1200 3000 7000 14000

bereinigter Tarif 0: m=40% B= 11 400
wenn keine Einkunftskosten
geltend gemacht werden
Bemessungsbasis X° 42000 42000 42000 42000
Steuer (bereinigter Tarif) 6000 6000 60006600
Nach E.Kosten verfügbar 34800 33 000 29000 22000

Brutto-Tarif 1: m°=42% B°= 9384
p= 1/21, P= 4800 €/Jahr
ergibt hier Pauschale = 6800
Bemessungsbasis X 40800 39000 35000 28000
Steuer nach Tarif 1 7752 6996 53162376
Nach E.Kosten verfügbar 33048 32004 29684 25624

Brutto-Tarif 2: m°=45% B°= 8160
p= 1/9, P= 7200 €/Jahr
ergibt hier Pauschale = 12 867
Bemessungsbasis X 40800 39000 35000 28000
Steuer nach Tarif 2 10200 9390 75904440
Nach E.Kosten verfügbar 30060 29610 27410 23560

Die Tabelle zeigt für Anton, Balduin Chris und Dominik die Ergebnisse für alle hier genannten Steuertarife. Im bereinigten Tarif werden keine Einkunftskosten angesetzt. Alle zahlen die gleiche Steuer. Beim Abzug der Einkunftskosten beim frei verfügbare Einkommen schneidet Anton am besten, Dominik am schlechtesten ab. Bei Bruttotarif 1 oder 2 dürfen die Einkunftskosten abgezogen werden. Steuern und frei verfügbares Einkommen sind dann - je nach Tarif - unterschiedlich.

Das Master-PS-Konto kennt die Mieteinnahmen aus dem Vorjahr (grüne Zeilen) und erstellt eine vorläufige Steuererklärung mit dem bereinigten Tarif, d.h. ohne Einkunftskosten. Es berechnet daraus auch die Einkunftskostenpauschale, für jeden Bruttotarif und weist sie als Entscheidungshilfe in der vorläufigen Steuerklärung aus. Damit brauchen keiner Vergleiche zu rechnen, ein Blick auf die Pauschale reicht aus, um zu entscheiden, ob Kosten geltend gemacht werden sollen oder nicht.

Für Anton und Balduin wäre in jedem Fall der bereinigte Tarif am günstigen, bei den anderen hätten sie am Ende weniger zu Verfügung. Dazu müssen sie nicht - wie hier - den Bruttotarif anwenden, um für Fälle Ergebnisse zu errechnen, die sie sowieso nicht wählen, sondern brauchen nur ihre Einkunftskosten mit der Pauschale vergleichen. Liegen ihre Einkunftskosten unter der Pauschale, sollten sie in Ihrer Steuererklärung keine Einkunftskosten geltend machen, sondern in diesem Punkt die vorläufige Steuererklärung akzeptieren. Die Einkunftskosten von Chris liegen über der Pauschale von Bruttotarif 1 aber unter der Pauschale von Bruttotarif 2. Gilt Tarif 1, wird er seine Einkunftskosten geltend machen, bei Tarif 2 nicht. Bei Dominik lohnt es sich in jedem Fall, Einkunftskosten geltend zu machen, Er fährt am besten bei Tarif 1 Auch bei Tarif 2 hat er am Ende mehr als wenn er seine Einkunftskosten nicht angegeben und nach dem bereinigten Tarif besteuert würde.

Mit der jeder Pauschalierung ergibt sich ein Vorteil für die, die - wie Anton - geringere Kosten als die Pauschale haben. Auch Balduin, der Kosten in Höhe der Pauschale hat, würde den bereinigten Tarif vorziehen, auch weil die Steuererklärung dann einfacher ist. Dass hingegen Andere - wie Chris oder Dominik - von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und Einkunftskosten belegen und geltend machen ist in Ordnung, weil sie außergewöhnlich hoch belastet werden. Obwohl sie dann mit dem höheren Bruttotarif besteuert werden sind sie am Ende besser dran. Sie müssen allerdings dann auch damit rechnen, dass sie im nächsten Jahr nicht einfach wieder zum bereinigten Tarif zurück wechseln können. Das Finanzamt kann z.B. den Verdacht haben, dass hier Kosten geltend gemacht werden, die eigentlich über mehrere Jahre verteilt werden müssten. Es kann dann entweder die Anrechenbarkeit der fraglichen Einkunftskosten reduzieren oder die Auflage erteilen, auch für die nächsten N Jahre die Besteuerung mit dem Bruttotarif vorzunehmen.

Dass diejenigen, die - wie Anton - davon nicht nur den Vorteil niedrigerer Kosten haben, sondern darüber hinaus auch noch Steuern sparen, ist ein zusätzlicher Anreiz, sparsam zu wirtschaften und möglichst geringe Kosten zu verursachen. Weitere Vorteile für den Steuerpflichtigen: nicht nur die Mühe der Sammlung, Aufbewahrung und Aufbereitung der Belege entfällt, der Verzicht darauf wird sogar durch im Vergleich zum Brutto-Tarif niedrigere Marginalsteuersätze und höheres Bürgergeld belohnt.

Natürlich ist zu beachten, dass dem Fiskus Steuererträge in genau der Höhe entgehen, die Steuerpflichtige wie Anton einsparen. Bei Bruttotarif 1 wären dies bei Anton 7176 - 6000 = 1176 €/Jahr und bei Bruttotarif 2 sogar 9360-6000 = 3360 €/Jahr. Für den Fiskus ist der Verzicht auf diese Steuererträge durch die Pauschalierung ein Nachteil.

Im obigen Beispielen sind die Steuereinnahmen beim
bereinigten Tarif 24000 €/Jahr (= 4 * 6000 ),
Brutto-Tarif 1 19692 €/Jahr (= 2*6000 + 5316 + 2376),
Brutto-Tarif 2 22440 €/Jahr (3* 6000 +4400).
Aus Sicht des Fiskus spricht manches dafür, möglichst hohe Pauschalen einzuräumen. Dafür spricht auch der Vorteil, dass in allen Fällen, in denen der bereinigte Tarif gewählt wird, die Steuererklärungen einfacher werden und Aufwand für die Überprüfung der Belege entfällt. Die Auswahl der Beispiele ist nicht repräsentativ. Hier sind noch genauere Analysen erforderlich.

Mit der Pauschalierung ist ein Kompromiss zu finden zwischen Praktikabilität und Einzelfall-Gerechtigkeit, Steuerertrag und Verwaltungsaufwand. Werte für P und p sind nach diesen und wirtschaftlichen Aspekten (z.B. maximiere Steuerertrag unter Berücksichtigung des Kontrollaufwands) zu wählen.

Für den Steuerpflichtigen wird die Steuererklärung durch die Pauschalierung scheinbar komplizierter, denn er muss sich überlegen, ob er Einkunftskosten angeben und sich nach dem Bruttotarif besteuern lassen will oder ob er darauf verzichtet und dann mit dem bereinigten Tarif besteuert wird. Als Erleichterung wird der Vorabbescheid informieren, ob bzw. ab wann es sich lohnt, Einkunftskosten anzugeben. Dann reicht beim Steuerpflichtigen oft eine grobe Schätzung, ob er die vorläufige Steuererklärung akzeptiert oder ob sich die Mühe lohnt, die Belege zu sammeln und einzureichen, um Einkunftskosten geltend zu machen.

Die Entscheidung, Einkunftskosten geltend zu machen, gilt für alle Einkünfte. Wie die Pauschalierung bei Haushalten, die zusammen veranlagt werden, gestaltet werden soll, ist noch zu klären. Keinesfalls sollte ein Mitglied mit m und ein anderes, das Kosten geltend macht, mit m° besteuert werden. Hier wäre es sinnvoll, in diesem Fall das Haushaltseinkommen mit m° zu besteuern, aber nur beim Geltendmacher den Bürgergeldabzug P*m° durchzuführen.

Die Einkunftskostenpauschale vereinfacht Steuererklärungen, reduziert den Marginalsteuersatz,
erhöht das Bürgergeld und belohnt Kosteneinsparung.
Nach Personenkreisen differenzierte Einkunftskostenpauschalen sind denkbar.
Alleiniges Kriterium dafür kann nur die Maximierung des Steuernettoertrags
nach Abzug des Prüf- und Verwaltungsaufwands beim Fiskus sein.

nach oben Besteuerung Selbstständiger, Landwirte, Immobilieneigner, Gewerbler

Selbstständige versteuern den Einnahmeüberschuss. Dieser setzt sich zusammen aus den Einnahmen abzüglich den Einkunftskosten. Sie müssen so abzugsfähigen Kosten deklarieren, die meistens höher als die Kostenpauschale sein werden, so dass sie nicht in den Genuss (oder die Bestrafung) der Einkunftskostenpauschale kommen. Dieser Einnahmeüberschuss wird dann mit dem (höheren) Bruttotarif besteuert (vorgeschlagen waren z.B. 42% statt 40% und ein Bürgergeld von 782 statt 950 €/Monat). Auch wenn dieser Unterschied nicht groß ist, könnte es sich lohnen, zu überlegen, ob die Tätigkeit nicht im Rahmen eines Unternehmens, z.B. einer Personengesellschaft ausgeführt werden könnte. Diese setzt natürlich eine saubere Trennung von Unternehmens- und Privatsphäre voraus. Insbesondere müssen die finanziellen Beziehungen zu diesem Unternehmen (Investitionen und Entnahmen) nachprüfbar ausgewiesen werden, denn diese sind steuerrelevant, Einnahmeüberschuss und Entnahmen unterliegen der Teilhabersteuer.

Gleiches gilt in der Staatsbürgersteuer auch für Landwirte, Eigner von vermieteten Immobilien, oder Land- und Forstwirte. Erst recht natürlich für Gewerbetreibende. Solange sie wie Anton oder Balduin im obigen Beispiel nur geringe Einkunftskosten geltend machen oder wie Chris oder Dominik gelegentlich anfallende höhere Kosten aus den Rücklagen abdecken können, kommen sie mit der Pauschale und ab und zu geltend gemachten Kosten gut klar. Wenn allerdings die Kosten regelmäßig so hoch sind, dass sie über der Pauschale liegen, ist es sinnvoll, sich zu überlegen, ob die Berufstätigkeit nicht besser im Rahmen eines Unternehmens ausgeübt werden sollte.

Da - wie vorgeschlagen - die Teilhabersteuer auf den Einnahmeüberschuss 45% beträgt, von denen Staatsbürger ≤ 45 % bei der eigenen Steuer anrechnen dürfen, entstehen dem Staatsbürger keine Nachteile, wenn er Kosten und Einkünfte in ein Unternehmens auslagert. Er kann dann private Einkünfte als eigene Einkünfte oder Einlagen als private Ersparnis zum normalen bzw. bereinigten Tarif, d.h. mit 40% und dem Bürgergeld von 950 €/Monat versteuern. Dieser Vorteil beträgt 42 €/Monat bzw. 504 €/Jahr + 2% der Entnahmen.

Das dürfte in vielen Fällen den Nachteil einer Trennung von Privat und Thpf-Unternehmen mitsamt den Pflichten zu genauer Buchführung überwiegen. Statt der Besteuerung zum Bruttotarif mit entsprechender Belegung und Buchung der Einkunftskosten, übt er dann seine Tätigkeit in seinem Unternehmen als Thpf-Gesellschaft als Teilhaber aus. Die Entnahmen aus diesem Unternehmen kann er dann am Ende - nach Teilhabersteuer und Steuergutschein - bei sich mit dem bereinigten bzw. normalen Tarif versteuern und Einlagen als Ersparnis geltend machen.

Diese Unternehmensgründung bietet ja auch noch weitere Vorteile, z.B. können Kredite aufgenommen oder weitere Gesellschafter beteiligt werden. In vielen Fällen sind bereits Kredite aufgenommen worden und Kreditgeber kennen durch die Kreditwürdigkeitsprüfung die Vermögensverhältnisse und durch die Kontoführung die Ein- und Auszahlungen ihrer Kunden. Viele Eigentümer von Immobilien lassen diese von Hausverwaltern managen, die ohnehin genaue Rechenschaft über Ausgaben und Kosten vorlegen müssen. Es spricht also auch für sie wenig gegen die Offenlegung der Kosten im Rahmen eines Thpf-Unternehmens.

Der Fiskus muss in jedem der beiden Fälle die Einkunftskosten kontrollieren. Es ist aber anzunehmen, dass die Buchführung eines Unternehmens professioneller und daher weniger fehleranfällig ist, so dass sich dies per Saldo auch für den Fiskus als kostengünstiger darstellen wird.

Einkommen, die vergleichsweise hohen Einkunftskosten erfordern, werden in der Regel
steuergünstiger im Rahmen eines THPF-Unternehmens erzielt.

nach oben Eine Steuererklärung

Hier werden die Steuerberechnung und das Zusammenspiel der PS-Konten zur Erstellung der vorläufigen vollautomatisierten Steuererklärung gezeigt. Der Beispiels-Haushalt Hh besteht aus zwei Erwachsenen; beide beziehen das volle Bürgergeld von je 11 400 € und Arbeitseinkommen. Falls eine der beiden Personen kein Arbeitseinkommen bezieht, ist sie z.B. krank oder befindet sich in einer Ausbildung.

Die vorläufige Steuererklärung enthält alle Vorgänge, die dem Master-PS-Konto bekannt sind. Sie sind an dem Beispiel in der folgenden Tabelle in konzentrierter Form vorgestellt. Im Kopf stehen einige Aussagen zur Vermögenssituation des Haushalts Hh, die zum Verständnis des Beispiels hilfreich sein können. Der Kern der vorläufigen Steuererklärung folgt im Grün. Der Informationsfluss und ggf. der Zahlungsverkehr zwischen allen PS-Konten ist hier summarisch gezeigt. Die Ziffern sind die Kategorien zur Berechnung des Konsums. z.B. fallen unter Kategorie 1. alle Einzahlungen (auch Verkaufserlöse, Renten, Kreditaufnahmen, Lottogewinne, ...). Um X, die Bemessungsbasis Konsum (vor Steuern) zu ermitteln, sind 2. Einkunftskosten, 3. Zuwachs Zahlungsmittel und 4. Ersparnis abzuziehen. Diese Kategorien sind jeweils unter # in der 2. Spalte eingetragen.

Der Vermögensstatus der privilegierten Vermögensgegenstände ist im Tabellenkopf gezeigt. Die €-werte sind hier historische Werte (Anschaffungskosten). Aktuelle Marktwerte sind unbekannt und interessieren den Fiskus auch nicht, solange dieses Vermögen ruht. Sie sind hier klein gedruckt und interessieren nur den Steuerpflichtigen. Im Jahr 1 kommt etwas Bewegung in die Vermögen: ein Teil der Wertpapiere wird verkauft der Erlös in Aktien angelegt. Nur diese Vorgänge und die Marktwerte der Käufe und Verkäufe interessieren das PS-Masterkonto.

Von den Vermögenswerten ist nur der Zahlungsmittelbestand (Girokontenstand am Jahresende) für das Masterkonto wichtig. Aus der Veränderung des Zahlungsmittelbestands erkennt das Masterkonto die Summe der getätigten Konsumausgaben. Dem Master-PS-Konto ist unbekannt, wie sich die Verbrauchsausgaben im einzelnen zusammensetzen. Diese Informationen werden für die Steuerermittlung nicht benötigt. In den Verbrauchsausgaben sind nicht nur Lebensmittel enthalten, sondern auch Wohnungsmieten, Krankenversicherungsbeiträge (hier nach der Methode U behandelt) oder Gebrauchsgüter etwa die Anschaffung eines PKW, Möbel oder von Kunstwerken. Auch Einkunftskosten z.B. Ausgaben für Makler oder Notare sind zunächst Konsumausgaben, können aber auch als Einkunftskosten geltend gemacht werden, wenn sie die Pauschalen übersteigen.

Die Summe der Verbrauchsausgaben kann vom Masterkonto errechnet werden, weil es den Kontostand der Girokonten am Jahresende und Vorgänge der anderen PS-Konten kennt. Sie entspricht der Veränderung der Kontostände des Giralgelds. Sie wird dadurch automatisch mit 40% besteuert.

Folgende berechtigte Organisationen führen PS-Konten: BankArbeitgeberVersicherungFinanzamt

So kennt z.B. das Masterkonto vom PS-Konto der Bank die Summe aller Einzahlungen auf dem Girokonto, weil für jede dieser Einzahlungen 40% auf ein PS-Konto der Bank oder des Arbeitgebers abgezweigt wird, z.B. vom (Lohn), Verkaufserlösen vom Depotkonto (Verkauf von Wertpapieren), Zins-, Dividendenzahlungen, Bareinzahlungen des Staatsbürgers, (z.B. wenn er seinen gebrauchte PKW gegen Bar verkauft hat) oder von der Versicherung (Schadensfall-Ersatz). Bürgergeldauszahlung auf das Girokonto berühren das PS-Konto nicht.


Die Tabelle zeigt vorhandenes Vermögen, und (ab grün) die Ermittlung der Bemessungsbasis mitsamt der damit vom Master PS-Konto automatisch erstellten vorläufige Steuererklärung. Sie fasst die im Jahr 1 erfolgten Veränderungen auf den Konten zusammen, die steuerrelevante Vorgänge enthalten, d.h, an denen PS-Konten beteiligt sind. Sie enthält auch Platz für Ergänzungen des Kunden bzw. Staatsbürgers, die dem Master PS-Konto noch unbekannt sind, z.B. Einkunftskosten, andere Ersparnisse, nicht monetäre Einnahmen, Vermögenskonsum.
Situation:Jahr:Jahr 1Konto AnmerkungenPS-Konto
Vermögen
Marktwert
am Ende
des Jahres
Wertpapiere+150 000 €Depotkonto Wert dem Fiskus unbekannt
Wohneigentum nicht vorhanden
Hypothek nicht benötigt
Girokonto+1 000 €Girokonto am Jahresende
Reinvermögen+151 000 €dem Fiskus unbekannt
Bemessungs
Basis X
= Konsum
vor Staats-
bürgersteuer
#
Girokonto
PS-Konto
1.Verkauf Wertpapiere.+ 20 000 €12 000 €an Girokonto, an PS-Konto: 8000 €
4. Kauf Aktien- 20 000 €- 12 000 €von Girokonto, von PS-Konto:- 8000 €
1.Wertpapier-Zinsen+ 6 000 €+ 4 000 €an Girokonto, an PS-Konto2000 €
2.Einkunftskosten nur wenn > Pauschale (7657 €)
4. andere Ersparnis Eintragungen des Kunden
5. nicht monetäre Einnahmen Eintragungen des Kunden
6.VermögenskonsumEintragungen des Kunden
1.Arbeitsentgelt+60 000 €+36 000 €Arbeitgeber PS-Konto+24 000 €
4.Alterssicherung- 6 000 €- 4 000 €von Bank an Versicherung- 2 000 €
3.Giralgeld-Zuwachs0 €

Summen:60 000 €= 36 000 € + Einsammeln PS-Konten24 000 €
Steuer-
ermittlung
XBemessungsbasis60 000 €= Summe (1.-4.)
Marginalsteuer 0,4*X+ 24 000 € = 40 % von X
BBürgergeld (2 Erw.)- 22 800 €+ 22 800 €= 2 * (-11 4000 €)
SStaatsbürgersteuer + 1 200 €- 1 200 €= 0,4*X - B
frei verf.X - S+58 800 €+58 200 €für Konsum verfügbar

Bei steuerrelevanten Transaktionen wie Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Dividenden- oder Zinszahlungen werden die Beträge jeweils zu 60% auf dem Girokonto und zu 40% auf dem PS-Konto - meistens der Bank - verbucht. Ähnlich wird später bei Einkunftskosten oder andere Ersparnisse verfahren. Auch die Alterssicherung wird hier über die Bank abgewickelt. Sie erkennt diese Transaktion als steuerrelevante Ersparnis, überweist daher der Versicherung den vollen Betrag aus dem Giro- und dem PS-Konto der Bank.

Hier sind die Beträge gerade so gewählt, dass sich bei den Wertpapieren ein Saldo von Null ergibt und dass auch auf dm PS-Konto der Bank am Ende der Saldo Null ist. Dasselbe gilt für den Giralgeld-Zuwachs (Kontostand Ende des Jahres - Kontostand Ende des Vorjahres). Im allgemeinen sind diese Salden nicht Null.

Das Einsammeln der PS-Konten passiert nicht erst am Jahresende, sondern laufend. So wird z.B. die Steuerermittlung aus dem Arbeitseinkommen monatlich vorgenommen, die 40% Lohnsteuer (2 000 €/Monat) beim Arbeitgeber vom Finanzamt eingezogen, und das Bürgergeld (1900 €/Monat) vom Finanzamt an das Girokonto bei der Bank überwiesen.

Wenn der Staatsbürger keine Ergänzungen einträgt, wird de vorläufige Steuerbescheid endgültig. Andernfalls ergeht nach Prüfung und Eintrag der genehmigten Ergänzungen eine neuer, endgültiger Steuerbescheid.

PS-Konten sind Schnittstellen zwischen Staatsbürger, Berechtigten Organisationen und dem Fiskus.
Automatisierte Steuererklärungen entlasten den Staatsbürger und sichern den Steuerertrag.

nach oben Ein Wohnungskauf

Im nächsten Jahr 2 dieses Beispiels kauft der Hh eine Immobilie als Wohneigentum. dies wurde bereits in Kredite und Tilgungen behandelt. Es werden das Ausgangsjahr 1, das Jahr 2 des Kaufs und das Folgejahr 3. Es wird hier noch einmal gezeigt. Dem Master PS Konto sind - wie oben - alle Positionen der Ermittlung der Bemessungsbasis Konsum vor Staatsbürgersteuer bekannt. Der Preis des Wohneigentums ist z.B. aus dem notariellen Kaufvertrag, den der Käufer vorlegen wird, und dem Eintrag ins Grundbuch bekannt. Auch hier ist die Neigung des Kaufers mit dem Verkäufer einen niedrigeren Preis auszuhandeln, um für den Rest Schwarzgeld anzunehmen, gering, da er dieses als Konsum versteuern muss, also nicht als Ersparnis abziehen kann.
Situation:Jahr:Jahr 1Jahr 2Jahr 3 Anmerkungen
Vermögen
Marktwert
am Ende
des Jahres
Wertpapiere+150 000 €+ 50 000 €+ 50 000 €Verzinsung: 4 %
Wohneigentum +300 000 €+300 000 €Miete incl. AFA: 5 %
Hypothek - 200 000 €- 200 000 €Zins + Tilgung: 6 %
Girokonto+1 000 €+1 000 €+1 000 €
Reinvermögen+151 000 €+151 000 €+151 000 €
Bemessungs
Basis X
= Konsum
vor Staats-
bürgersteuer
#
1.Verkauf Wertpapiere.+100 000 €
1.Hypothek: Auszahlung +200 000 €
4.Ersparnis - 300 000 €- 12 000 € = 6 % v. 200 000 €
1.Wertpapier-Zinsen+ 6 000 €+ 6 000 €+ 2 000 €= 4 % von 50 000 €
1.Mieteinnahmen +15 000 €= 5 % v. 300 000 €
1.Arbeitsentgelt+60 000 €+60 000 €+60 000 €
4.Alterssicherung- 6 000 €- 6 000 €- 6 000 €
3.Giralgeld-Zuwachs000

Steuer-
ermittlung
XBemessungsbasis60 000 €60 000 € 59 000 €= Summe (1.-4.)
Marginalsteuer 0,4*X+24 000 €+24 000 €+23 600 € = 40 % von X
BBürgergeld (2 Erw.)- 22 800 €- 22 800 €- 22 800 €= 2 * (-9000 €)
SStaatsbürgersteuer + 1 200 €+ 1 200 €+ 800 €= 0,4*X - B
frei verf.X - S+58 800 €+ 58 800 €+58 200 €für Konsum verfügbar

Wird das Wohneigentum selbst bewohnt, steht unter der Annahme, dass Eigenmiete = Marktmiete
aus der Zeile 1.Mieteinnahmen ...wird 6.Eigenmiete+15 000 €= 5 % v. 300 000 €

Selbst ein Wohnungskauf mit komplizierter Finanzierung ist vom Master PS-Konto darstellbar.
Die automatisierte Steuererklärung entlastet auch hier den Staatsbürger.